Aus den hellen Räumen des Nachhilfe- Instituts Ogmios in Dornbirn klingen Matheformeln und melodische englische Phrasen. Die 17- jährige Laura Ludescher brütet über ihren Büchern. „Ich mag die Lernatmosphäre hier“, lächelt sie. Die Siebtklässlerin hat im Herbst einen Nachzipf in Englisch und Mathematik. Gut gelaunt wirkt sie dennoch: „Das Lernen in den Kleingruppen ist sehr abwechslungsreich. Man kann sich gegenseitig gut motivieren.“ Sie hat bereits die Hälfte ihrer dreiwöchigen Lernzeit hinter sich. Die Überlegung, sich während des Sommers selbst auf die Prüfungen vorzubereiten, verwarf sie sehr schnell. Ein fixer Ablauf und die Betreuung durch qualifizierte Nachhilfelehrer waren Laura für den angestrebten Erfolg wichtiger.
Anmeldung noch möglich
Wer sich bis jetzt noch nicht vorbereitet hat, hat nach Edith Schwaiger vom Abacus Nachhilfe- Institut höchste Zeit: „Normalerweise empfehle ich jedem Schüler zirka fünf Wochen Lernzeit einzuplanen.“ Wie viel Zeit jeder Einzelne benötigt, kann nach Schwaiger nicht pauschal gesagt werden, da diese von den Wissenslücken des jeweiligen Schülers abhängt. Zu spät ist man der Inhaberin des Ogmios- Instituts, Angela Moser, zufolge aber nicht. Wer sich noch unschlüssig über die Art der Nachhilfe ist, kann sich umfangreiche Informationen bei der Jugendinformationsstelle aha holen. Neben dem großen Angebot von Nachhilfe- Instituten können Interessierte online in der Nachhilfe- Börse schmökern. Dort bieten Schüler, Studenten und Berufstätige Nachhilfe an. Für Selbstlerner werden im Internet genügend Übungsseiten angeboten, welche die Vorbereitung auf die Nachprüfung erleichtern. Eine günstige Hilfestellung bieten auch Lernhilfen, die auf den österreichischen Stundenplan zugeschnitten sind und pädagogische Tipps beinhalten. Möchte man trotz Geldschwierigkeiten ein Nachhilfe- Institut beauftragen, kann beim Land Vorarlberg ein Förderungsantrag gestellt werden.Mathe als Spitzenreiter
Die Räumlichkeiten des Ogmios- Instituts sind selbst bei Sonnenschein gut besucht. Durch die neue Regelung zur Zentralmatura sind laut Klose mehr Schüler am Nachhilfe- Angebot ihres Instituts interessiert. „Wir legen im Unterricht vor allem bei Sprachen das Augenmerk auf die Festigung schriftlicher Fähigkeiten“, so Klose über die Vorbereitung auf den Nachzipf oder die Matura. Der Nachhilfe- Spitzenreiter ist heuer aber Mathematik. Dass Laura mit ihrem Mathe- Leiden nicht allein ist, wird ihr den Sommer zwar nicht retten, das Lernen fällt ihr durch die Gruppendynamik beim Üben aber dennoch leichter. Bleibt nur noch zu sagen: Viel Glück für die Nachprüfung!Worauf sollte man bei der Suche nach einer geeigneten Nachhilfe achten?
Bei Nachhilfe- Instituten:
» Wie lange sind die Unterrichtseinheiten?
» Was muss alles bezahlt werden?
» Gibt es zusätzliche Unterrichtsmaterialien?
» Gibt es Einzel- oder Gruppenkurse? » Ist man vertraglich gebunden?
» Gibt es Probestunden, um den Nachhilfe- Lehrer kennenzulernen?
» Welche Qualifikationen weisen die Lehrer auf?
» Gibt es Ermäßigungen?
Bei privater Nachhilfe:
» Ist der Nachhilfelehrer gut zu erreichen? Wird zurückgerufen?
» Wie viel kostet die Unterrichtseinheit? Wie lange dauert sie?
» Sind die Kosten durch die Ausbildung gerechtfertigt?
» Werden Hausbesuche gemacht? – Werden die Fahrtkosten verrechnet?
» Wichtig sind auch Erfahrungen beim Unterrichten – nicht jeder ist dafür geschaffen
(Quelle: VN)