13 August 2011

Öl-Leck auf Plattform in der Nordsee

 An einer Ölplattform des Konzerns Shell in der Nordsee ist ein Leck entdeckt worden. Die Ölplattform liegt rund 180 Kilometer vor der Küste der schottischen Stadt Aberdeen.

Ein Öl-Leck, diesmal ganz in unserer Nähe!
Wie viel Öl an der Plattform ins Meer ausströmt, sagte der Konzern zunächst nicht. Es sei aber kein „bedeutendes“ Leck. Man arbeite derzeit daran, es zu stopfen. Geräte zum Saubermachen seien unterwegs, außerdem beobachte man die Situation aus der Luft.

Das britische Energie- und Klimaministerium teilte mit, der Vorfall werde untersucht. Man habe von Shell die Information bekommen, die Menge an Öl, die freigesetzt werden könnte, sei begrenzt, sagte ein Sprecher.

Das Loch war Medienberichten zufolge bereits am Mittwoch an einer Verbindungsstelle zwischen Ölquelle und Plattform entdeckt worden.

„Es ist zu früh, um zu sagen, wie ernsthaft dieser Vorfall ist, aber es ist zwingend erforderlich, dass Shell jetzt schnell und effizient reagiert“, sagte der Vize-Chef der Grünen-Partei in Schottland, Patrick Harvie.

Die Bevölkerung und die Behörden müssten dabei stets auf den neuesten Informationsstand gebracht werden. Das habe BP während der im Frühjahr 2010 ausgebrochenen Ölkatastrophe an einer Plattform im Golf von Mexiko nicht getan.

An dem Ölfeld mit dem Namen „Gannet oil field“ in der Nordsee waren einem Bericht des Senders „BBC“ zufolge zwischen Januar und April rund 13 500 Barrel Öl produziert worden. Es werde zwar von Shell betrieben. Doch auch der Konzern Esso, der zum US-Riesen Exxon gehört, habe Anteile daran.
Umweltorganisationen kritisierten die Förderung von Öl aus der Nordsee. Diese werde immer schwieriger und gefährde sowohl die Küstengemeinden Schottlands als auch die Wirtschaft, sagte Juliet Swann von „Friends of the Earth“.

„Dieser Vorfall in der Nordsee zeigt deutlich, dass schwere Ölunfälle auch in der Nordsee möglich sind“, sagte Jörg Feddern von der Umweltschutzorganisation Greenpeace.


(Quelle: bild.de)