15 Juli 2011

Schwarzer Tag im Wallis: Fünf Bergsteiger abgestürzt

Erschütternd: In den Walliser Bergen sind heute bei drei Unfällen insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen.


Am frühen Morgen bereits verunfallten drei Bergsteiger beim Gletscher du Meitin, den sie mit Steigeisen überquerten. Sie waren im Bergmassiv Grand Combin unterwegs.

Möglicherweise habe einer der Alpinisten den Halt verloren und den Rest der Seilschaft mitgezogen, teilte die Kantonspolizei Wallis mit. Die drei Bergsteiger rutschten mehrere hundert Meter ein schneebedecktes und mit Steinen durchzogenes Couloir hinunter. Die Opfer sind noch nicht identifiziert.

Ein deutscher Bergsteiger stürzte am 3971 Meter hohen Lagginhorn ab. Der Mann gehörte einer siebenköpfigen Gruppe an, die unangeseilt unterwegs war. Rund 100 Meter unterhalb des Gipfels verlor er um die Mittagszeit den Halt und stürzte mehrere hundert Meter in die Tiefe.

Oberhalb von Arolla im Unterwallis ist heute ein Alpinist tödlich verunglückt. Er war mit einem Kameraden auf dem Abstieg vom Petit Mont-Collon gewesen. Die beiden hatten zum Abseilen ein Seil an einem Felsen befestigt, wie die Walliser Kantonspolizei meldete.

Der erste Alpinist konnte sich ohne Probleme hinunterlassen. Als der zweite Berggänger sich abseilte, löste sich der Felsen, und der Mann stürzte rund 20 Meter in die Tiefe. Er verstarb noch am Unfallort.

Damit sind letzten vier Tagen im Wallis mindestens sieben Menschen in den Bergen gestorben.


(Quelle: SDA)