Ein proteinreiches Frühstück macht besser satt und verringert den Appetit während des restlichen Tages. Offenbar reduzieren sich dadurch die Gehirnsignale, welche die Motivation zu essen und das Essen als Belohnung kontrollieren. Zu diesem Schluss kamen Forscher der University of Missouri. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Obesity" erschienen.
Als Versuchspersonen wählten die Wissenschaftler Mädchen im Teenageralter, da im Durchschnitt 60 Prozent der Jugendlichen auf ein Frühstück verzichten. Die fehlende Mahlzeit steht erwiesenermaßen mit ungesundem Snacking zwischendurch, Gewichtszunahme und Übergewicht in Verbindung.
Insgesamt zehn Mädchen im durchschnittlichen Alter von 15 Jahren ließen für eine Woche das Frühstück ausfallen. In der nächsten Woche nahmen sie eine Frühmahlzeit mit normalem Proteingehalt (Cornflakes und Milch) und in der dritten Woche ein Frühstück mit mehr Eiweiß (Belgische Waffeln mit Sirup und Joghurt) zu sich. Am Ende jeder Woche mussten sie Fragen zu Appetit und Sättigungsgefühl beantworten. Zusätzlich unterzogen sich die Probanden kurz vor jedem Mittagessen einer funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT). Damit sollte die Gehirnaktivität in den Zentren für Essensmotivation und Belohnung analysiert werden.
Es zeigte sich, dass ein Frühstück die Sattheit erhöhte und Hungergefühle am Vormittag reduzierte. Auch die mittels fMRT untersuchte Gehirnaktivität war erniedrigt. Das Frühstück mit hohem Proteingehalt führte dabei zu den größten Veränderungen in Appetit, Sattheit und dem Bedürfnis nach Essen als Belohnung.
"Jeder weiß, dass das Frühstück wichtig ist, aber viele verzichten trotzdem darauf", sagt Erstautorin Heather Leidy. "Mit unserer Arbeit konnten wir bestätigen, dass Frühstücken eine wertvolle Strategie ist, um den Appetit und die Nahrungsaufnahme bei jungen Menschen zu kontrollieren und Übergewicht zu verhindern."
(Quelle: gmx.net)