20 August 2011

Schneefall erschwert K2- Aufstieg Kaltenbrunners

Starker Schneefall verzögert die Bezwingung des K2 durch die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner. "Die Prognosen sind nicht sehr gut und die Niederschläge scheinen sehr intensiv zu sein", erklärte Karl Gabl, Innsbrucker ZAMG- Experte und "Wettermann" der Alpinistin, auf APA- Anfrage. Trotzdem zeigte sich Gabl optimistisch, dass Kaltenbrunner wie geplant am Wochenende am Gipfel stehen wird.

Der Wind soll weiter nachlassen und es soll trockener werden: "Aus meteorologischer Sicht steht einem Aufstieg am Sonntag oder Montag nichts im Weg." Kleinräumige Niederschlagszellen könne Gabl auf den Wettermodellen allerdings nichts vorhersehen.

Die Nacht auf Freitag hat Kaltenbrunner mit ihrem Team in einem Zelt auf der Felsschulter zwischen Lager I und II verbracht. Ihr Ehemann, Ralf Dujmovits, und ein weiteres Expeditionsmitglied haben allerdings bereits am Donnerstag wegen akuter Lawinengefahr die Besteigung beendet.

Der 8.611 Meter hohe K2 ist der 14. und damit letzte Achttausender, dessen Gipfel die in Deutschland lebende Oberösterreicherin noch nicht erreicht hat. Bei ihrer vierten Expedition versucht Kaltenbrunner den Aufstieg erstmals über die wenig bestiegene Nordseite von China aus. Die psychische Verfassung der Extrembergsteigerin sei jedenfalls weiterhin stabil, wie Gabl erklärte: "Ihr geht es gut, sonst würde sie den Aufstieg nicht wagen."


(Quelle: APA)