19 August 2011

Raketen aus Gazastreifen treffen israelische Stadt

Nach der tödlichen Anschlagsserie nahe dem südisraelischen Badeort Eilat am Donnerstag sind am Freitagmorgen erneut zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Das erste Geschoß sei im Süden Israels in der Stadt Ashdod eingeschlagen und habe keine Schäden angerichtet, sagte eine Polizeisprecherin. Durch eine zweite Rakete sei aber eine Person schwer verletzt worden.

Eine weitere Person sei ebenfalls verletzt worden, sagte die Sprecherin. Nach Armeeangaben wurden in der Nacht insgesamt rund ein Dutzend Raketen auf Israel abgefeuert.

Wie schon in der Nacht zum Donnerstag hatte die israelische Armee zuvor mehrere Luftangriffe auf den Gazastreifen geflogen. Dabei wurden in dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Palästinensergebiet sieben Menschen getötet. Mit den Luftangriffen reagierte die israelische Armee auf eine tödliche Anschlagsserie nahe Eilat, bei der am Donnerstag acht Menschen ums Leben gekommen waren. Für die Taten machte Israel das palästinensische Volkswiderstandskomitee verantwortlich.

Auch auf der ägyptischen Seite der Sinai- Halbinsel hat es offenbar Tote gegeben. In der Nacht zum Freitag wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen in der Nähe des ägyptisch- israelischen Grenzpostens Taba drei ägyptische Grenzwächter getötet. Sie sollen von israelischen Soldaten erschossen worden sein, die versucht hatten, um sich schießende militante Palästinenser an der Flucht nach Ägypten zu hindern.
Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Beth waren unter den bei den Luftangriffen getöteten Palästinensern vier Anführer der bewaffneten Gruppe. Die Angriffe in der Stadt Gaza und in der Nähe von Chan Junes im Süden des Gazastreifens hatten auf zwei Trainingszentren des bewaffneten Arms der radikalislamischen Hamas, der Essedin- el- Kassam- Brigaden, gezielt.

Die israelische Polizei war am Freitag in Alarmbereitschaft. Im ganzen Land und vor allem im Süden waren nach Angaben einer Sprecherin zusätzliche Beamte im Einsatz, insbesondere an Hauptverkehrsstraßen und auf öffentlichen Plätzen. Auch an der El- Aksa- Moschee auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt bezog die Polizei Stellung. Der Zugang für Palästinenser wurde beschränkt.


(Quelle: APA)