18 August 2011

Neue Erkenntnisse durch Promillestudie

Laut Alkomat unter 0,5 Promille Blutalkoholwert zu sein bedeutet nicht, fahrtüchtig zu sein. Neben Faktoren wie Größe, Gewicht und Geschlecht spielt die Tagesverfassung eine große Rolle. Empfohlen wird aber ohnehin, Fahren und Trinken strikt zu trennen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit veranstaltete mit dem österreichischen Versicherungsband einen Versuchsabend zu diesem Thema.

Eine gesellige Runde in einem beliebigen Wiener Lokal, man speist und trinkt gemütlich und plaudert. Der Abend sollte Journalisten persönlich erlebbar machen, wie Alkohol die Reaktionsfähigkeit beeinflusst und wie viel man trinken muss, um 0,5 Promille zu erreichen. Regelmäßige Tests riefen das eine oder andere "Aha!" hervor. Denn der Alkomat zeigte relativ wenig Promille an, obwohl sich die Teilnehmer selbst subjektiv als nicht mehr fahrtauglich eingestuft hätten.

Interessant war auch die zeitliche Komponente. So trank einer der Probanden einen großen Schluck Wein und blies direkt danach in den Alkomaten, der 3,0 Promille Blutalkohol anzeigte. Zehn Minuten später waren es nur noch 0,33. Dazwischen lagen zusätzlich noch ein paar Schluck Wasser. Ursache für diese Diskrepanz ist der in Mund befindliche Alkohol - für die Polizei relevant ist aber nur der im Blut befindliche.

Rainer Kastner, Verkehrspsychologe des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), empfiehlt daher, bei einer Polizeikontrolle die zugebilligte Wartezeit zu nutzen. Trinken und Fahren strikt zu trennen sei also nach wie vor die beste und sicherste Variante.


(Quelle: APA)