Sieben im Online- Handel erhältliche Alkoholtestgeräte sind vom ÖAMTC auf ihre Genauigkeit bei den Messungen überprüft worden. Der Test zeigte, dass sich vor allem bei teureren Produkten (70 bis 150 Euro) die Qualität verbesserte. Von billigen Modellen sollte man die Finger lassen, berichtete ÖAMTC- Techniker Steffan Kerbl am Donnerstag.
Ihre Werte unterliegen großen Schwankungen und sie sind oft weit niedriger als der reale Atemalkohol. Der Autofahrerclub machte darauf aufmerksam, dass im ersten Halbjahr 2011 bereits 19 Menschen bei Alkounfällen gestorben sind, um sieben Personen mehr als im selben Zeitraum des Jahres 2010.
Alle sieben im Internet erhältlichen Produkte waren batteriebetriebene Handgeräte, in die man kräftig hineinblasen muss, bis sie einen Wert anzeigen. Gute Ergebnisse lieferten die teureren Modelle (70 bis 150 Euro) Alcoscan AL6000, Alcoscan AL9000 und Sanomed Alkoholtester. Das teuerste Produkt, Alcoscan AL9000, lag mit seinen Ergebnissen immer in der Nähe des von der Polizei eingesetzten Alkomaten.
Anders ist das laut der Autofahrerorganisation bei den billigen Angeboten (sieben bis 20 Euro). Die Geräte Drive Safety Digital Alcoholtester, Maniquick digitaler Alkoholtester und Digital Breath Alcohol Tester zeigten weit niedrigere Messwerte als der reale Atemalkohol tatsächlich betrug.
Der ÖAMTC sprach sich dagegen aus, Alkoholtester zu verwenden, um sich an die 0,5 Promille- Grenze "heranzutrinken". Sinnvoll eingesetzt werden könnten derartige Geräte allerdings bei Veranstaltungen oder um den Restalkoholgehalt im Blut am Tag nach einer Feier festzustellen. "Ein Alkotestgerät kann den Betroffenen davor warnen, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren", sagte Kerbl.
(Quelle: APA/dpa)
