Zur auch als "Infoveranstaltung" kund gemachten "erweiterten Landesparteileitungssitzung" lud die Partei all ihre Funktionäre.
Rund 350 Funktionäre und Parteimitglieder folgten dem Aufruf und kamen ins Kongresscenter am Wörthersee, wo Informations- Zettel über das "Skandal- Urteil" gegen Scheuch auflagen. Aus allen Landesteilen waren FPK- Funktionäre angereist, um ihrem Chef Scheuch beim Schimpfen über das Urteil zu lauschen.
EU- Mandatar und FPK- Landesparteivorstandsmitglied Mölzer erklärte gegenüber der APA, das Urteil gegen Scheuch sei "in seiner Höhe und Argumentation sehr rigide". "Wir werden sehen, ob diese Judikatur nur gegen Freiheitliche angewendet wird, oder ob sie insgesamt härter wird. Im kommenden Verfahren gegen den ehemaligen ÖVP- EU- Mandatar (Ernst Strasser, Anm.) werden wir das sehen", sagte Mölzer.
Scheuchs betonte, es würde Versuche geben, seine Person in Misskredit zu bringen, seit er das BZÖ wieder zu den Freiheitlichen geführt habe. Schließlich kam auch das Tonband des "Part- of- the- Game"- Sagers zur Sprache. Scheuch übte massive Kritik an Journalisten. Es sei System, dass die Bevölkerung bereits seit eineinhalb Jahren gegen ihn indoktriniert werde. Scheuch klagte, geheim aufgenommen und "in das Gespräch hineingeführt" worden zu sein. Dass Investoren Staatsbürgerschaften erhalten können, "zu dem stehe ich immer noch".
(Quelle: APA)