Bei einer der blutigsten Anschlagserien in Israel seit Jahren sind am Donnerstag nahe des Badeorts Eilat nach unbestätigten Medienberichten sieben Israelis ums Leben gekommen. Etwa 30 Menschen wurden verletzt. Auch alle sieben Terroristen wurden nach Angaben des Militärs getötet.
Die schwer bewaffneten Attentäter hatten nach Armeeangaben auf der Nationalstraße 12 nordwestlich von Eilat am Roten Meer zunächst das Feuer auf einen Reisebus eröffnet. Anschließend sei ein Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zur ägyptischen Grenze mit panzerbrechenden Waffen beschossen worden. Bei einem dritten Angriff sei ein weiterer Bus unter Beschuss genommen worden.
Der Badeort Eilat ist ein beliebtes Touristenziel. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak gab Ägypten eine Mitschuld. Dies wurde jedoch vom zuständigen Gouverneur zurückgewiesen. Die Angreifer seien nicht von der Sinai- Halbinsel. Der Gouverneur der Provinz Süd- Sinai, Chalid Foda, sagte der Nachrichtenagentur dpa, es seien keine Extremisten über die Grenze von Ägypten nach Israel eingesickert. Es habe auch niemand von ägyptischem Boden aus auf Menschen in Israel gefeuert.
Ein anderer Spitzenbeamter, der nicht genannt werden wollte, hielt den Kommentar des Gouverneurs jedoch für voreilig. Es sei durchaus denkbar, dass einige militante Islamisten durch den Grenzzaun nach Israel gelangt seien könnten.
Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas- Organisation hat den Vorwurf einer Beteiligung an den tödlichen Terroranschlägen im Süden Israels zurückgewiesen. "Ich glaube nicht, dass Hamas hinter den Angriffen steht", sagte das führende Hamas- Mitglied Ahmed Jussef. "Aber wir preisen die Attentäter, denn sie haben israelische Soldaten angegriffen", fügte Jussef hinzu. Israel greife den Gazastreifen "täglich" an.
Israels Verteidigungsminister Barak hatte zuvor gesagt, die Drahtzieher für die Anschläge säßen im Gazastreifen. Israel werde mit voller Härte reagieren. Nach früheren Anschlägen hatten israelische Kampfflugzeuge Angriffe auf Ziele in dem kleinen Palästinensergebiet am Mittelmeer geflogen. Viele Bewohner des Gazastreifens würden sich angesichts möglicher Luftangriffe noch einmal mit Benzin und Nahrungsmitteln eindecken, wurde berichtet.
(Quelle: APA)