15 Juli 2011

Sarah Palin überzeugt nur wenige Geldgeber

Die ehemalige republikanische Kandidatin für das US- Vize- Präsidentenamt Sarah Palin hat in diesem Jahr deutlich weniger Geld eingesammelt als andere Hoffnungsträger der Tea- Party- Bewegung. Im ersten Halbjahr kassierte ihr Fundraising- Ausschuss relativ bescheidende 1,6 Millionen Dollar (1,122 Mio. Euro). Palin will demnächst über eine Kandidatur für die Präsidentenwahl 2012 entscheiden.

Der in Umfragen bisher aussichtsreichste Republikaner, Mitt Romney, nahm allein im zweiten Quartal mehr als 18 Millionen Dollar Spendengelder ein. Auch weitere potenzielle Herausforderer von Präsident Barack Obama erhielten mehr als vier Millionen Dollar in den vergangenen drei Monaten. Unterdessen wird in ausgewählten US- Kinos seit Freitag eine Dokumentation über Sarah Palin gezeigt. In dem Film "The Undefeated" ("Die Unbesiegte") wird die erzkonservative US- Politikerin Medienberichten zufolge anhand von Interviews mit ihren Bewunderern und Unterstützern beschrieben.

Regisseur Stephen Bannon gilt als Konservativer, der keinen Hehl aus seiner Bewunderung für die frühere Gouverneurin von Alaska macht. Er finanzierte den eine Million Dollar teuren Film aus eigener Tasche. Die Dokumentation wird in rund einem dutzend Kinos in den USA gezeigt, darunter in den konservativ geprägten Bundesstaaten Texas, Florida und Arizona. In Los Angeles und New York ist er nicht zu sehen - und auch nicht in Alaska.

Der Film porträtiert Palin von ihrer Zeit als Bürgermeisterin und Gouverneurin in Alaska bis zu ihrer Kandidatur als Vizepräsidentschaftskandidatin im Wahlkampf 2008. Obwohl Palin nicht direkt interviewt wird, erzählt sie einige Passagen. "Dieser Film ist ein Aufruf zu einer Kampagne wie 1976: Reagan gegen das Establishment", sagte Bannon kürzlich in einem Interview. Er hoffe, damit einen "guten alten Tumult" auszulösen.


(Quelle: vol.at)