17 August 2011

Drei Tote auf
 der A 14: Horror-Crash: Halbe Familie ausgelöscht

Tödlicher Unfall nach 2.800 km problemloser Fahrt: Drama um kleinen Mehmet (8).










Sie kamen vom Heimaturlaub in der Türkei und hatten in eineinhalb Tagen rund 2.800 Kilometer hinter sich gebracht: Familie T. hatte nur noch sechs Kilometer bis Bregenz, wo sie seit den 1990er-Jahren leben (Vater Selim arbeitet bei einer großen Metall-Firma).

Doch kurz nach dem Pfändertunnel passierte dem 38-Jährigen ein fataler Fehler: Wie ÖSTERREICH berichtete , ließ er sich im Baustellenbereich auf der
A 14 zu einem Überholmanöver hinreißen. Der Pkw scherte unkontrolliert aus, überschlug sich und prallte vor den Augen der Mitfahrer in zwei weiteren Autos eines Konvois (der aus Kayseri gestartet war) gegen einen Lichtmast.


Herausgeschleudert

Die Insassen waren nicht angeschnallt – Vater Selim und seine Töchter Serife und Ayten wurden aus dem Wrack geschleudert. Zwei waren auf der Stelle tot, Serife T. (13) starb in den Armen einer Tante, die nur fassungslos und hilflos zusehen konnte.


Tränen

Mutter Hatun und der kleine Sohn Mehmet wurden von der Feuerwehr per Bergeschere aus dem Wrack befreit und vom Rettungshubschrauber ins LKH Feldkirch geflogen. Doch Entwarnung können die Ärzte nur über den Zustand des 8-jährigen Buben geben. Klinik-Sprecherin Martina Pointner: „Der Kleine konnte bereits auf die Normalstation verlegt werden. Er ist ansprechbar, doch es geht ihm psychisch sehr schlecht.“ Erst langsam realisiert er unter Tränen die Tragödie und den unermesslichen Verlust, den er erlitten hat.


Lähmung droht

Zudem muss der Volksschüler um seine Mutter zittern – die noch lange nicht über dem Berg ist. Selbst wenn die 33-Jährige überlebt, droht eine Querschnittslähmung. Verwandte kümmern sich derweil um Mehmet, der jetzt viel Kraft und Trost braucht.

Dienstagabend fand in Bregenz in der Atip-Moschee ein Gebet für die Verstorbenen statt, die danach in die Türkei überführt werden.


(Quelle: oe24.at/APA/Privat)